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PR Debackel bei London 2012July 25, 2007 on 8:45 am | In General, Media relations, Consumer Relations, Event Management | No Comments2012 finden in London die olympischen Sommerspiele statt. Kürzlich hat das Organisationskommitee das neue Logo veröffentlicht. Die Reaktionen waren gelinde gesagt, eher kritisch. Bei einer Umfrage auf der BBC-Webseite “Have a say” bewerteten 95% der Zuschauer das Logo schlecht. Statements wie “More ironic than iconic”, “A complete waste of money” oder “An absolute pile of crap” waren zu lesen. Teure neue Corporate Identitys werden von den Medien selten positiv aufgenommen, aber der Sturm der die Veröffentlichung des neuen Logos von London 2012 begleitete war unerwartet gross. Die grosse Frage, die sich nun dem PR Team der London Olympics stellt ist, wie dieser schlechte Start, den PR-Erfolg der Spiele selbst beeinflussen wird. Eins vorab: Im Vorfeld dieser missglückten Logolancierung haben Journalisten dem PR Team gute Noten erteilt. Leider hatten Uneinigkeiten beim Budget dazu geführt, dass die guten Aktionen in der Öffentlichkeit kaum wahr genommen wurden. Mit der Lancierung des neuen Logos sollte ein Schlussstrich unter diese Finanzierungsfragen gesetzt werden. Trotz dieses missglückten Vorgehens, will die PR-Abteilung nun weiter gehen. Für dieses Jahr steht eine grosse Roadshow auf dem Programm. Ganz England muss sich für die Spiele begeistern, wenn sie erfolgreich sein wollen, meint der externe PR Berater der London Olympics Henry Chappell. Die Massen in Manchester und Glasgow für “ihr” Olympia zu begeistern dürfte schwierig sein, deshalb wird nun viel Zeit und Kraft dafür eingesetzt. Ein weiteres Problem, dass London 2012 hat, ist das Fehlen von eigenen Athleten, die das olympische Feuer bei den Zuschauern ebenfalls entfachen könnten. Diesem Problem soll begegnet werden, in dem neue Hoffnungsträger gefördert und mit eindrucksvollen Sponsorendeals aufgepeppt werden. Eine Hoffnung bleibt: Erfahrungen aus Sydney haben gezeigt, dass auch ein im Vorfeld wenig geschätzter Event am Ende zu einem grossen Erfolg werden kann. Sydney wird heute als eines der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten gewertet. Wünschen wir es London auch.
Professionelle Sport PR?July 24, 2007 on 4:59 pm | In General, Media relations | No CommentsPublic Relations – kurz PR – ist im Aufwind. Gerade im Sport, wo das Geld für teure Werbung oft fehlt, wird vermehrt auf die Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Fragt sich, wie professionell PR im Schweizer Sport eingesetzt wird und wo Verbesserungspotenzial besteht. Sport-PR-Verantwortliche in der Schweiz haben es nicht immer leicht. Wenn sie nicht gerade bei einem grossen Verband oder einem professionellen Verein arbeiten, kämpfen sie mit knappen personellen und finanziellen Ressourcen. Mehrfachbelastungen durch verschiedene Ämter sind an der Tagesordnung. Oft ist gar der Präsident oder die Geschäftsführerin gleichzeitig Kommunikationsverantwortliche(r). Dass Kommunikation Chefsache ist, hat zwar den positiven Effekt, dass durch die Personalunion die Kommunikationsstelle immer sehr gut über die Geschäfte des Vereins/Verbands informiert ist, doch bleibt häufig keine Zeit um proaktiv zu kommunizieren. So bemängeln beispielsweise Helfer, Fanklub-Verantwortliche oder Sportjournalisten oft, dass sie erst auf Anfrage informiert werden. Auch heute wird Public Relations oft noch auf Medienarbeit reduziert. Zu den gängigen Aufgaben gehören Medienmitteilungen schreiben, Pressekonferenzen organisieren und Medien an Events betreuen. Sportjournalisten sind in der Regel zufrieden mit den Leistungen, die in diesen Bereichen erbracht werden. Dennoch besteht in einigen Punkten Verbesserungspotenzial: Ansprechpartner für Medien anbieten Attraktivität von Medienmitteilungen steigern Elektronische Medien richtig nutzen Die Medien sind zweifelsohne die wichtigste Zielgruppe der Public Relations, doch auch andere Zielgruppen wie Fans, Sponsoren, Investoren, Helfer/Mitarbeiter oder Behörden gewinnen zunehmend an Bedeutung. Hier besteht in Schweizer Sportorganisationen oft ein Nachholbedarf, zeigen doch Umfragen, dass sich die PR-Verantwortlichen heute noch mehrheitlich auf die Medienarbeit konzentrieren und auch ihre Vermittlerrolle zwischen den verschiedenen Bezugsgruppen und der Organisation noch zuwenig wahrnehmen. Letzteres würde mit sich bringen, dass der PR eine strategische Rolle zugeschrieben wird, die sie künftig durchaus wahrnehmen könnte. Quelle: Manuela Gsponer (2007), swiss sport, Ausgabe 1/07, S. 34-35
Sport PR Seminar am SPRI in ZürichJuly 13, 2007 on 3:54 pm | In General | No CommentsDas wichtigste in Kürze Zielpublikum Ausbildungsziele Lerninhalte Dozierende Datum
Beschwingt und wohl mit Alkohol!July 13, 2007 on 2:39 pm | In General, sponsor relations | No CommentsAlkoholproduzenten bleibt so manches Werbetürchen verschlossen. So ist beispielsweise die “alkoholische” Werbung im Schweizer Fernsehen verboten. Die Produzenten steigen darum des öfteren auf das Sponsoring um. Der neueste Deal ist Grand Manier mit den Deutschen Springreitern eingegangen. Laut Medienmitteilung engagiert sich Grand Manier an der diesjährigen Tour mit dem Thema `Verwöhnmomente mit Grand Marnier®`. Die Marke präsentiert sich im Umfeld der Riders Tour 2007 als eine besondere Genussmarke, die überraschend viele Variationen bietet und für aussergewöhnliche Momente des Genusses im Alltag steht. Stellt sich die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, als Sportorganisation auf einen Alkohol-Sponsor zu setzen. Gerade kleine Sportevents werden in der Schweiz oft von Heineken, lokalen Weinproduzenten und Co. unterstützt. Die finanziellen Engpässe bei der Event-Finanzierung lassen viele Organisatoren wohl grosszügig mit der moralischen Frage umgehen. Der finanziellen Not zum Trotz, gibt es doch Gründe, sich ein Alkoholsponsoring zweimal zu überlegen. Ein Bericht des irischen Parlaments zum Sport-Sponsoring der Alkoholindustrie sagt beispielsweise aus, das diese Art von Sponsoring eine positive Einstellung zum Alkoholkonsum ermutige und den starken Alkoholkonsum vermehre. Die Übereinstimmung des Beginns des Alkohol-Sport-Sponsorings mit dem schnellen Anwachsen des Alkoholkonsums in Irland sei zu stark, um ignoriert zu werden. Die 100′000 Liter Bier, die am Eidgenössichen Turnfest konsumiert werden oder das abgebrochene EM-Viertelfinal-Qualifikationsspiel wegen eines betrunkenen Fans in Dänemark bekräftigen den irischen Befund. Auch die FIFA wird wegen Ihrer Sponsorenwahl von der medizinischen Zeitschrift The Lancet kritisiert: Die FIFA hat Sponsoringverträge mit grossen Fast Food Firmen, Süssgetränke-Fabrikanten und der weltgrössten Brauerei. Die Autoren bezweifeln, dass die Weltmeisterschaft für Gesundheit wirbt, wenn sie eine Werbeplattform für McDonald’s, Coca-Cola und Budweiser bietet. Das werte die gesundheitlichen Vorteile des Sports ab. Kann man es sich leisten, ist es also durchaus angebracht auf Alternativen zu Grand Manier und Co. zu setzen, ist doch eine Auswirkung auf den Trinkkonsum der (jungen) Fans wahrscheinlich.
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